Review: Super 8

Eine Kollaboration von J.J. Abrams und Steven Spielberg passt wie die Faust aufs Auge. Schon vor „Super 8“ erinnerte Abrams mit seinen Regie-, Drehbuch- oder auch Produktionsarbeiten in Film und Serie mitunter an Spielberg. Beide mach(t)en so eine Art „gehobenes“ Mainstream-Kino, anders kann ich es gerade nicht ausdrücken. Eine Zusammenarbeit beider Filmemacher klang da für mich natürlich passend und interessant, auch wenn ich nicht weiß, wieviel Einfluss Spielberg jetzt direkt auf den Film hatte (sein Einfluss durch seine frühreren Werke sind ja unverkennbar).

Abrams gelingt mit „Super 8“ in der Tat eine gute Hommage an die alten Spielberg-Klassiker aus den Late-70s/Early-80s à la „E.T.“, „Unheimliche Begegnung der Dritten Art“ oder auch „Die Goonies“ (Story von Spielberg). Diese Atmosphäre fängt Abrams wunderbar ein.

Von der Story lässt sich nicht allzu viel erzählen, ohne zu spoilern:  Im Sommer 1979 dreht der Teenager Joe Lamb, kürzlich seine Mutter durch einen Arbeitsunfall verloren, mit seinen Freunden einen Zombiefilm, als sie Zeuge eines Zugunglückes werden. Doch schon bald finden sie heraus, dass mehr dahinter steckt und mehr und mehr werden die Bewohner der kleinen Stadt Lillian, Ohio von mysteriösen Ererignissen verunsichert…

Besonders gelungen ist dabei die ganze Geschichte um die Jugendlichen. Diese Coming-of-Age-Jugendabenteuer finde ich klasse, so zähle ich „Stand by me“ bspw. zu meinen Lieblingsfilmen. Und das machte für mich eben auch „Super 8“ aus. Die Kombination aus 80er-Spielberg-Scifi-Atmosphäre und der Coming-of-Age-Story der Jugendlichen. Kinderdarsteller sind ja immer so eine Sache, aber hier machen die Kids alle einen wirklich guten Job – allen voran Elle Fanning in ihrer Rolle als Alice Dainard.

Der ganz grundsätzliche Plot um die Hintergründe der mysteriösen Geschehnisse in der Stadt war für mich eher nebensächlich. Und ich muss auch sagen, dass ich diese Story auch nicht so gut fand. Zumal diese auch nicht ganz frei von Logikfehlern blieb. Die Story war nett, ja, mehr aber auch nicht. Aber diese Tatsache wiegt eben weniger schwer, weil das ganze Drumrum wirklich gut war. Die Chemie zwischen den Jugendlichen stimmte, der Humor war gut platziert, die Atmosphäre war klasse und wie gesagt die Jugendabenteuer-Coming-of-Age-Thematik.

Gegen Ende wurde es schon reichlich kitschig, doch irgendwie wirkte das bei diesem Film auch ganz passend. Wiedermal hervorragend übrigens der Soundtrack von Abrams Haus- und Hofkomponist Michael Giacchino. Aber auch der populärmusikalische Soundtrack war passend gewählt (großartig die „My Sharona“-Acapella-Version der Jungs :D).

Fantastisch natürlich auch das, was dann während des Abspanns läuft (also sitzen bleiben!).
Wunderbar hierbei die Anspielungen etwa auf Romero oder auch Re-Animator, wenn ich mich nicht täusche.

„Super 8“ ist ein wunderbarer Genre-Mix geworden. Abrams weiß schon immer genau, was er tut – auch wenn sein Einsatz der Lenseeffects wieder einmal etwas übertrieben war😉
Die Story als solche fand ich in Ordnung, aber für mich machen vor allem die Atmosphäre und die Coming-of-Age-Thematik den Film aus. Absoluter Nostalgiefaktor!

7,5/10

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